Lofoten Roadtrip: Reine, Henningsvær & arktische Strände
Haukland & Uttakleiv Beaches (Vestvågøy)
Warum hin
Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser - und das alles weit oberhalb des Polarkreises. Haukland sieht aus wie die Karibik, bis man einen Zeh ins Wasser hält. Selbst im Sommer ist das Meer kalt genug, um einem den Atem zu rauben, im Winter erst recht.
Haukland und Uttakleiv liegen Rücken an Rücken an der Westküste von Vestvagoy, getrennt nur durch eine Landzunge und einen kurzen Straßentunnel. Haukland ist der weite, sanfte Strand, ein makelloser Sandbogen zwischen grünen Hängen. Uttakleiv ist rauer: Felsbrocken, Seetang, Gezeitentümpel und eine Küste, die geradewegs aufs offene Meer blickt.
Uttakleiv gilt als einer der besten Nordlichtplätze der Lofoten, weil man von hier aus über das Wasser nach Norden schaut, ohne Lichtschein einer Stadt im Rücken. Fotografen bauen ihre Stative auf den Felsen auf und warten stundenlang.
Beste Reisezeit
Im Juni und Juli kann man um Mitternacht in der Sonne im Sand liegen. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über kalt, Schwimmen ist also eher ein kurzes, lautstarkes Erlebnis als eine Entspannungsübung. Ein Neoprenanzug hilft, und Surfer sind an dieser Küste ohnehin zu Hause.
Von September bis März ist Polarlichtsaison, und Uttakleiv ist für viele der Platz der Wahl. Klare, kalte Nächte nach einem durchgezogenen Tief sind meist am besten. Winterstürme treffen diese Küste mit voller Wucht, mit Wind, der schon das Öffnen der Autotür zur Herausforderung macht. Wetterbericht prüfen, entsprechend anziehen und die Kameraausrüstung gut abdecken.
Nicht verpassen
Nimm den Pfad über den Mannen, den Hügel zwischen den beiden Stränden. Ein kurzer, steiler Aufstieg - und der Blick zurück auf den Bogen von Haukland ist genau der, den alle suchen. Von oben siehst du beide Küsten auf einmal.
In Uttakleiv lohnen die Felsformationen am Ufer, darunter die berühmte herzförmige Aushöhlung im Stein, die Fotografen gern als Vordergrund nutzen. Plane den Besuch bei Ebbe. Und nimm eine Taschenlampe mit, wenn du wegen der Nordlichter unterwegs bist.
Fahr ein Stück landeinwärts auf Vestvagoy: Weiden, Schafe und das Wikingermuseum in Borg, das um die Überreste des größten je gefundenen Wikinger-Langhauses herum gebaut wurde. Drinnen warten eine originalgetreue Rekonstruktion, ein Langschiff und Met. Ein guter Plan für Regentage.
Kurz gesagt
Zwei Strände, zehn Minuten auseinander, völlig unterschiedliche Stimmungen. Am einen schwimmen, am anderen den Himmel beobachten - und zugeben, dass arktischer Sand tatsächlich so weiß ist.
Nusfjord
Warum hin
Nusfjord ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens - und es liegt so eng in eine Bucht geschmiegt, dass man es erst sieht, wenn man fast mittendrin ist. Die Straße fällt ab, und plötzlich liegt da ein Hafen, eine Gruppe ockerfarbener und roter Häuser, dazu steile Felsen auf drei Seiten.
Was Nusfjord von Reine oder Henningsvaer unterscheidet: Hier wurde bewahrt, nicht neu gebaut. Der Krämerladen, die Bootshäuser, die Lebertran-Anlage und das alte Bäckereigebäude stehen alle noch an ihrem ursprünglichen Platz. Das wirkt weniger wie ein Dorf, das sich angepasst hat, als eines, das eingefroren wurde.
Tagesgäste zahlen einen Eintritt, der dem Erhalt zugutekommt. Es ist einer dieser Orte, an denen man langsamer geht, ohne es sich vorgenommen zu haben.
Beste Reisezeit
Vom Spätfrühling bis zum Frühherbst ist es am unkompliziertesten. Die schmale Zufahrtsstraße fährt sich bei Tageslicht und ohne Eis deutlich angenehmer, und in den wärmeren Monaten sind mehr Gebäude und kleine Ausstellungen des Dorfes geöffnet.
Im Winter wird Nusfjord fast zur Bühnenkulisse, mit Schnee auf den Dächern und Laternen an den Kais, doch das Angebot schrumpft und die Öffnungszeiten sind begrenzt - vorher also nachfragen. Die winterliche Dorschsaison ist das historische Herz des Ortes, und wer dann kommt, sieht in der Umgebung womöglich die Gestelle mit trocknendem Fisch. Zu jeder Jahreszeit gilt: früh am Morgen oder spät am Tag kommen, dann hat man den Hafen fast für sich allein.
Nicht verpassen
Geh zuerst die Runde um den Hafen, dann den Pfad hinter den Häusern hinauf - von dort blickst du über die Dächer und auf die enge Öffnung der Bucht. Genau das erklärt, warum hier gebaut wurde: Schutz vor allem, was das Meer heranträgt.
Schau in den alten Krämerladen hinein, der seine Regale und Tresen bis heute bewahrt hat, und in die Bootshäuser am Wasser, wo Netze und Gerät noch so hängen wie früher. Die Lebertran-Anlage erinnert daran, dass dieses Dorf vom Fisch lebte, von Kopf bis Schwanz, ohne dass etwas verkam.
Iss am Hafen frischen Fisch und probier ein Zimtgebäck aus dem Bäckereigebäude, wenn an diesem Tag gebacken wird. Auf dem Rückweg zur E10 lohnt noch ein kurzer Abstecher nach Nesland oder zum Strand von Flakstad.
Kurz gesagt
Nusfjord ist klein, still und leicht zu übersehen. Tu es nicht. Verbring eine Stunde hier, und du verstehst, wie der Rest der Lofoten aussah, bevor die Kameras kamen.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Besuch in Nusfjord?
Ja, und es ist der Ort auf den Lofoten, den man am leichtesten aus Versehen auslässt. Nusfjord ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens – bewahrt statt neu aufgebaut, sodass der Gemischtwarenladen, die Bootshäuser, das alte Bäckereigebäude und die Lebertranfabrik alle noch dort stehen, wo sie schon immer standen. Für Tagesbesucher wird eine Eintrittsgebühr erhoben, die dem Erhalt zugutekommt.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Strände Haukland und Uttakleiv?
Das kommt darauf an, was man sucht. Juni und Juli bieten weißen Sand und Mitternachtssonne, wobei das Wasser kalt genug ist, um das Schwimmen zu einem kurzen, lautstarken Erlebnis zu machen – Surfer tragen deshalb Neoprenanzüge. Von September bis März ist Polarlichtsaison, und Uttakleiv blickt nach Norden über offenes Wasser, ohne Lichtschein einer Ortschaft im Rücken. Die Winterstürme sind hier heftig, prüfen Sie also die Wettervorhersage.
Wofür ist Nusfjord bekannt?
Nusfjord ist dafür bekannt, bewahrt und nicht modernisiert worden zu sein, und für einen Hafen, der in einer so engen Bucht versteckt liegt, dass man ihn erst sieht, wenn man fast schon drin ist. Ockerfarbene und rote Gebäude, steile Felsen auf drei Seiten und ein Dorf, das von Kopf bis Schwanz vom Fisch lebte. Gehen Sie den Pfad hinter den Gebäuden hinauf für den Blick über die Dächer.