Roadtrip an der Côte d'Azur: Saint-Tropez, Cannes & Èze
Dass Cannes zum Ferienort wurde, ist ausgerechnet einer Cholera-Quarantäne zu verdanken. 1834 war die Grenze am Var geschlossen, und so machte Lord Brougham, ehemaliger britischer Lordkanzler auf dem Weg nach Nice, kurzerhand in einem Fischerdorf Halt und ließ sich dort eine Villa bauen. Wohlhabende Briten taten es ihm bald nach.
Saint-Tropez, Cannes und die Îles de Lérins, Antibes und Cap d'Antibes, Nice und Èze reihen sich an einem kurzen Küstenabschnitt aneinander, und geprägt haben die meisten von ihnen Fremde: Maler, überwinternde britische Aristokraten und Filmteams, zuletzt das von The White Lotus, Staffel 4. Die Reise eignet sich für alle, die mit dem Auto unterwegs sind und in rund einer Woche Jachthäfen, Inselwanderungen, Kunstmuseen und ein hoch auf dem Fels thronendes Dorf erleben möchten, am besten im Juni oder September.
Saint-Tropez
Warum hin
Saint-Tropez blickt nach Norden. Fast alle anderen Badeorte an dieser Küste schauen nach Süden, der Sonne entgegen. Dieser hier blickt über seinen Golf hinüber nach Sainte-Maxime. Diese Ausrichtung und die Lage an der Spitze einer Halbinsel hielten den Ort jahrhundertelang abgeschieden. Die große Bahnstrecke von Marseille nach Nizza verläuft weit im Landesinneren, und nur eine gemächliche Nebenbahn erreichte je die Stadt. So zogen die Touristenströme an ihr vorbei.
In dieser Abgeschiedenheit liegt die ganze Geschichte. 1892 segelte der Maler Paul Signac mit seinem eigenen Boot in den Hafen, verliebte sich in das Licht und blieb. Matisse und andere Maler folgten, und Signacs Kreis machte aus dem Fischerhafen eine Künstlerkolonie. 1956 drehte Roger Vadim hier mit Brigitte Bardot 'Et Dieu... créa la femme' ('Und immer lockt das Weib'), und binnen eines Jahres war der Ort weltberühmt.
Der Hafen, den Sie heute sehen, ist teilweise ein Wiederaufbau. Im August 1944 sprengten abziehende deutsche Truppen große Teile der Uferfront. Sie wurde im selben Stil wiedererrichtet: pastellfarben, mit schmalen Hausfassaden.
Beste Reisezeit
Im Sommer klettern die Temperaturen auf etwa 28 bis 30 °C, das Meer erreicht bis August rund 24 °C. Die Winter sind mild, tagsüber um die 13 °C, doch dieser Küstenabschnitt bekommt den Mistral ab, einen kalten Nordwestwind, der oft drei Tage am Stück bläst. Der meiste Regen fällt im Herbst, häufig in kurzen, heftigen Güssen.
Im Juli und August geht auf den Straßen nichts mehr. Eine einzige Hauptstraße erschließt die gesamte Halbinsel, und die Staus ziehen sich über Kilometer. Im Mai findet die Bravade statt, eine Prozession mit Musketensalven zu Ehren des Stadtpatrons, die seit über vier Jahrhunderten gefeiert wird. Von Ende September bis in den Oktober hinein lockt Les Voiles, eine Regatta klassischer Yachten. Juni und September sind ideal: warmes Meer, geöffnete Strände, halb so viel Verkehr. Planen Sie einen ganzen Tag ein, zwei, wenn Sie nach Pampelonne möchten.
Nicht verpassen
Beginnen Sie im Musée de l'Annonciade, einer Kapelle aus dem 16. Jahrhundert direkt am Hafen. Hier hängen Werke von Signac und den Malern, die er hierherlockte, und so sehen Sie den Hafen mit ihren Augen, lange bevor die Yachten kamen. Rechnen Sie mit etwa einer Stunde. Kommen Sie zur Öffnung, noch vor der Mittagshitze.
Steigen Sie anschließend zur Zitadelle hinauf, die Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts entstand. Von den Wällen überblicken Sie den ganzen Golf. Danach ist die Tarte tropézienne fällig: eine aufgeschnittene Brioche, gefüllt mit einer Mischung aus zwei Cremes und bestreut mit Hagelzucker. Ein aus Polen stammender Bäcker erfand sie Mitte der 1950er-Jahre. Bardot, die gerade hier drehte, soll den Namen vorgeschlagen haben.
Der Strand von Pampelonne, rund 5 km Sand, gehört eigentlich zur Nachbargemeinde Ramatuelle. Der klassische Fehler: im August zur Mittagszeit mit dem Auto hinfahren. Kommen Sie früh oder mit dem Fahrrad.
Kurz gesagt
Fahren Sie im Juli und August nicht mit dem Auto hinein. Parken Sie in Sainte-Maxime und nehmen Sie die Personenfähre über den Golf. Die Überfahrt ist kurz und setzt Sie direkt am alten Hafen ab, während die Autofahrer noch auf der D98A im Stau stehen.
Cannes & the Îles de Lérins
Warum hin
Dass Cannes ein Badeort wurde, verdankt es einer Cholera-Epidemie. 1834 war Lord Brougham, ehemaliger britischer Lordkanzler, auf dem Weg nach Nizza. Nizza gehörte damals zum Königreich Sardinien, und die Grenze am Var war wegen Quarantäne geschlossen. Er machte in einem Fischerdorf namens Cannes Halt und baute sich eine Villa. Andere wohlhabende Briten folgten, und daraus wuchs die Croisette.
Das Filmfestival war ein politisches Statement. Frankreich plante es für 1939 als freie Alternative zu Venedig, dessen Festival zur Bühne Mussolinis verkommen war. Der Krieg verhinderte die Eröffnung, und die erste Ausgabe fand schließlich 1946 statt.
Vor der Küste liegen zwei Inseln mit weit älteren Geschichten. Auf Saint-Honorat ließen sich um 410 n. Chr. Mönche nieder, und bis heute leben dort Zisterzienser. Auf Sainte-Marguerite saß Ende des 17. Jahrhunderts der als Mann mit der eisernen Maske bekannte Gefangene über zehn Jahre lang ein.
Beste Reisezeit
Cannes wird im Westen vom Esterel-Gebirge geschützt und bekommt daher weniger Mistral ab als Saint-Tropez. Im Sommer erwarten Sie Höchstwerte um 28 °C, im Winter Tage um 13 °C. Der meiste Regen fällt im Oktober und November.
Das Filmfestival im Mai ist das große Ereignis, aber ein zweischneidiges Schwert. Die meisten Vorführungen sind nur mit Einladung zugänglich, die Unterkunftspreise schnellen in die Höhe, und die Croisette ist abgesperrt. Im Juni füllt ein internationales Werbefestival die Stadt erneut. Für einen entspannten Besuch kommen Sie Ende Mai nach dem Festival oder im September und Anfang Oktober, wenn das Meer noch rund 22 °C hat. Ein Tag für die Stadt, dazu ein halber für die Inseln.
Nicht verpassen
Steigen Sie auf den Suquet, den Hügel des ursprünglichen Fischerdorfs. Oben liegt das Musée de la Castre in einer mittelalterlichen Burg, deren Turm Sie besteigen können. Von dort reicht der Blick die Croisette entlang bis zu den Inseln. Planen Sie eine Stunde ein, das schönste Licht gibt es am späten Nachmittag. Besuchen Sie vorher am Morgen den Marché Forville. Hier kaufen die Küchen von Cannes tatsächlich ein.
Nehmen Sie die Fähre nach Sainte-Marguerite. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten. Spazieren Sie über die Wege zwischen Aleppo-Kiefern und Eukalyptus und besichtigen Sie dann die Zelle im Fort Royal. Saint-Honorat ist kleiner und stiller. Die Mönche bewirtschaften ein paar Hektar Reben und keltern ihren eigenen Wein, dazu brennen sie einen Kräuterlikör, beides im Kloster erhältlich. Es ist Inselwein aus einer lebendigen Ordensgemeinschaft, und im Supermarkt finden Sie ihn nicht. Die meisten Besucher machen den Fehler, sich für nur eine Insel zu entscheiden. Beide passen in einen Tag.
Kurz gesagt
Die beiden Inseln werden von unterschiedlichen Fährgesellschaften angefahren, mit getrennten Schaltern am alten Hafen. Prüfen Sie, für welche Insel Ihr Ticket gilt, und nehmen Sie Wasser und ein Picknick mit, denn auf Saint-Honorat gibt es kaum etwas zu essen.
Antibes & Cap d'Antibes
Warum hin
Die Sommersaison an der Riviera wurde am Cap d'Antibes erfunden. Bis in die 1920er-Jahre war diese Küste ein Winterkurort, und die Hotels schlossen, sobald es heiß wurde. 1923 überredete das amerikanische Ehepaar Gerald und Sara Murphy das Hôtel du Cap, den Sommer über geöffnet zu bleiben. Ihr Freund F. Scott Fitzgerald verewigte diesen Kreis in 'Zärtlich ist die Nacht'.
Die Stadt ist weit älter als ihr Glamour. Griechen aus Massalia, dem heutigen Marseille, gründeten sie als Antipolis, frei übersetzt 'die Stadt gegenüber', denn sie liegt Nizza über die Baie des Anges hinweg gegenüber. Jahrhundertelang war sie eine französische Grenzfestung gegen das savoyische Nizza. Daher die Seemauern und das sternförmige Fort Carré, das über den Hafen wacht.
1946 bekam Picasso im Château Grimaldi Räume als Atelier. Er malte dort einige äußerst produktive Monate lang und ließ einen Großteil der Werke zurück. Heute beherbergt das Schloss das Musée Picasso.
Beste Reisezeit
Das Wetter gleicht dem in Cannes: heiße, trockene Sommer um 28 °C, milde Winter um 13 °C und kräftige Herbstregen. Das Kap ragt weit ins offene Meer hinaus und bekommt daher mehr Wind ab als die Bucht.
Der Juli ist der große Monat. Jazz à Juan findet seit 1960 unter den Pinien von Juan-les-Pins statt und zählt damit zu den ältesten Jazzfestivals Europas. Rechnen Sie mit vollen Stränden und ausgebuchten Zimmern. Für eine Wanderung ums Kap sind das späte Frühjahr und der September besser, wenn der Weg nicht in der Sonne glüht. Gönnen Sie Antibes einen Tag für Altstadt und Museum und einen zweiten, wenn Sie das Kap umrunden und baden möchten.
Nicht verpassen
Besuchen Sie zuerst das Musée Picasso. Das Gebäude ist ebenso bedeutend wie die Kunst, denn viele Werke entstanden genau in diesen Räumen, mit dem Meer vor dem Fenster. Planen Sie eine Stunde ein. Gehen Sie dann über die Stadtmauern an der Altstadt entlang zum Port Vauban, einem der größten Yachthäfen des Mittelmeers.
Der Sentier du Littoral, auch Tire-Poil-Pfad genannt, umrundet die Spitze des Kaps über Felsplatten und kleine Buchten. Bei gleichmäßigem Tempo brauchen Sie etwa zwei Stunden. Schatten gibt es so gut wie keinen, also starten Sie früh. Tragen Sie festes Schuhwerk, denn der Kalkstein ist scharfkantig und uneben.
Zum Essen geht es morgens in die überdachte Markthalle Marché Provençal am Cours Masséna. Halten Sie Ausschau nach Tapenade. Der Name stammt von 'tapeno', dem provenzalischen Wort für Kaper, die neben schwarzen Oliven die prägende Zutat ist. Einheimische kaufen sie frisch nach Gewicht, nicht im Glas. Nehmen Sie an den Ständen auch gleich ein paar Oliven mit.
Kurz gesagt
Bei rauer See wird der Küstenpfad gesperrt, und die Tore schließen oft ohne große Vorwarnung. Prüfen Sie am Vorabend die Wettervorhersage und legen Sie die Wanderung auf einen ruhigen Morgen.
Nice
Warum hin
Nizza ist erst seit 1860 französisch. Vor dem Vertrag von Turin gehörte es dem Haus Savoyen und zum Königreich Sardinien. Giuseppe Garibaldi, Held der italienischen Einigung, wurde hier 1807 geboren. Deshalb wirkt die Altstadt genuesisch und piemontesisch. Sie sehen ocker- und rotfarbene Fassaden, Barockkapellen und italienisch klingende Straßennamen, und der örtliche Dialekt, das Nissart, ist eng mit dem Ligurischen verwandt.
Die Promenade des Anglais begann als Wohltätigkeitsprojekt. In den 1820er-Jahren bezahlte die englische Wintergemeinde unter Führung von Reverend Lewis Way arbeitslose Einheimische dafür, einen Uferweg anzulegen. Heute erstreckt er sich über rund 7 km entlang der Baie des Anges.
Der Hügel über dem Hafen heißt Burgberg (Colline du Château), doch eine Burg gibt es dort nicht. Die Truppen Ludwigs XIV. rissen sie 1706 nieder. Der Strand besteht aus Kieseln statt Sand, weil die Flüsse Var und Paillon Steine aus den Alpen herabtragen.
Beste Reisezeit
Nizza liegt in einem natürlichen Amphitheater mit den Alpen im Rücken, die die kalten Nordwinde abhalten. Dadurch ist es im Winter wärmer als Cannes oder Saint-Tropez. Im Winter liegen die Tageswerte um 13 °C, im Sommer um 28 °C, und die Stadt kommt auf rund 2.700 Sonnenstunden im Jahr. Der Regen konzentriert sich auf den Herbst.
Im Februar steigt der Karneval, einer der größten der Welt, mit Umzügen und Blumenschlachten auf der Promenade. Er ist der beste Grund für einen Winterbesuch. Im Juli gibt es ein Jazzfestival. Im Sommer erreicht der Andrang im Juli und August seinen Höhepunkt, angetrieben auch von Kreuzfahrtschiffen und Flugverkehr. April, Mai sowie Ende September bis Oktober sind ideal. Gönnen Sie Nizza mindestens zwei Tage, drei, wenn Sie von hier aus nach Èze fahren.
Nicht verpassen
Essen Sie Socca. Das ist ein hauchdünner Fladen aus Kichererbsenmehl und Olivenöl, gebacken auf einem großen Kupfer- oder Stahlblech in einem glühend heißen Holzofen, dann grob zerteilt und gepfeffert. Es ist Nizzas Variante der genuesischen Farinata, ein Erbe der ligurischen Vergangenheit der Stadt. Essen Sie sie im Stehen, direkt aus dem Ofen, im Vieux Nice.
Schlendern Sie morgens über den Blumen- und Gemüsemarkt am Cours Saleya und steigen Sie dann auf den Burgberg, um den Blick über Hafen und Bucht zu genießen. Zu Fuß dauert der Aufstieg etwa 20 Minuten, alternativ gibt es einen Aufzug. Fahren Sie nachmittags hinauf nach Cimiez zum Musée Matisse und den römischen Ruinen gleich daneben.
Bestellen Sie ein Glas Bellet. Es ist eine der kleinsten Weinappellationen Frankreichs, angebaut auf Hügeln innerhalb der Stadtgrenzen von Nizza. Verwendet werden Rebsorten, die sonst kaum jemand pflanzt, etwa Braquet und Folle Noire.
Kurz gesagt
Socca wird binnen Minuten zäh, also nehmen Sie sie nicht für später mit. Warten Sie auf ein frisches Blech aus dem Ofen und essen Sie sie gleich an Ort und Stelle.
Èze
Warum hin
Nietzsche erdachte Teile von 'Also sprach Zarathustra' auf dem Fußweg hinauf nach Èze. In den 1880er-Jahren hielt er sich an dieser Küste auf und wanderte den steilen Maultierpfad vom Ufer zum Dorf hinauf. Heute heißt er Chemin de Nietzsche und überwindet rund 400 Höhenmeter.
Dass das Dorf auf einer Felsspitze in etwa 427 Metern Höhe thront, hat seinen Grund. Jahrhundertelang machten Angreifer vom Meer aus die Küste zu gefährlich, um dort zu leben. Die Dörfer entlang dieser Küste zogen sich auf Hügelkuppen zurück, die sich verteidigen ließen und von denen man weit sehen konnte. Die Häuser von Èze drängen sich dicht innerhalb der Stadtmauern, und die Gassen sind zu eng für Autos.
Auf dem Gipfel stand einst eine Burg. Wie die von Nizza wurde sie 1706 auf Befehl Ludwigs XIV. zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in den Ruinen der Jardin Exotique, bepflanzt mit Kakteen und Sukkulenten, die auf dem trockenen, nach Süden gewandten Fels prächtig gedeihen.
Beste Reisezeit
Èze teilt das Klima von Nizza: milde Winter um 13 °C und heiße Sommer um 28 °C. Durch die Höhenlage sind die Abende etwas kühler. Der Nietzsche-Pfad liegt nach Süden ausgerichtet und bietet kaum Schatten, was ihn im Juli und August zur echten Schinderei macht.
Die Besucher kommen hier in Wellen. Busreisegruppen und Kreuzfahrtpassagiere aus Villefranche und Monaco treffen am Vormittag ein und füllen die Gassen bis zum Nachmittag. Frühling und Herbst sind am besten, idealerweise unter der Woche. Große Veranstaltungen, nach denen Sie planen müssten, gibt es nicht. Für Dorf und Garten genügt ein halber Tag. Nehmen Sie sich einen ganzen, wenn Sie den Pfad gehen und in Èze-sur-Mer baden möchten.
Nicht verpassen
Gehen Sie direkt hinauf zum Jardin Exotique. Der Blick reicht die Küste entlang bis Cap Ferrat, und an klaren Wintertagen ist manchmal sogar Korsika zu sehen. Planen Sie etwa 45 Minuten ein. Seien Sie vor 10 Uhr dort, noch vor den Reisegruppen.
Gehen Sie den Chemin de Nietzsche lieber bergab als bergauf. Abwärts brauchen Sie über felsige Stufen etwa 45 Minuten, aufwärts eine Stunde oder mehr harter Kletterei. Unten wartet der Kieselstrand von Èze-sur-Mer.
Packen Sie für den Strand ein Pan Bagnat aus Nizza ein. Das ist das Sandwich aus Nizza: rundes Brot, gefüllt mit den Zutaten eines Salade niçoise und getränkt in Olivenöl. Der Name bedeutet im örtlichen Dialekt 'gebadetes Brot'. Ursprünglich diente es dazu, altbackenes Brot zu verwerten, deshalb ist das Durchtränken so wichtig. Nach einer Stunde in der Tasche schmeckt es sogar noch besser.
Kurz gesagt
Lassen Sie das Auto stehen. Nehmen Sie den Bus von Nizza hinauf ins Dorf, wandern Sie den Nietzsche-Pfad hinunter nach Èze-sur-Mer und fahren Sie dann mit dem Küstenzug zurück nach Nizza. Die kleinen Parkplätze im Dorf sind früh voll, und vom Pfad gibt es keine bequeme Abkürzung zurück nach oben.
Fahren Sie von West nach Ost: zuerst Saint-Tropez, dann Cannes mit den Inseln, Antibes, Nice und zum Schluss Èze. So fahren Sie keine Strecke doppelt und landen am Ende ganz in der Nähe des Flughafens von Nice. Planen Sie etwa eine Woche ein: ein bis zwei Tage für Saint-Tropez und Pampelonne, anderthalb Tage für Cannes und die Îles de Lérins, einen Tag für Antibes, zwei für Nice und einen halben für Èze. Werfen Sie vor der Buchung einen Blick auf die Termine der Filmfestspiele von Cannes im Mai: Dann schnellen die Übernachtungspreise in die Höhe, und die Croisette ist abgesperrt.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Besuch in Saint-Tropez?
Ja, vor allem im Juni oder September, wenn das Meer warm ist und der Verkehr nur halb so stark ist wie im Hochsommer. Durch seinen nach Norden ausgerichteten Hafen blieb der Ort jahrhundertelang abgeschieden. Das zog Maler wie Signac und Matisse an, lange bevor Brigitte Bardot ihn berühmt machte. Besuchen Sie das Musée de l'Annonciade, steigen Sie hinauf zur Citadel und probieren Sie eine Tarte tropézienne.
Wann ist die beste Reisezeit für Cannes?
Die beste Reisezeit für Cannes ist Ende Mai, direkt nach den Filmfestspielen, oder September bis Anfang Oktober. Das Meer ist dann noch warm, die Menschenmassen lichten sich und Unterkünfte sind leichter zu finden. Während des Festivals im Mai ist die Croisette abgesperrt, die meisten Vorführungen sind nur mit Einladung zugänglich und die Preise steigen. Im Juni füllt ein Werbefestival die Stadt erneut. Im Herbst fällt der meiste Regen.
Wofür ist Antibes bekannt?
Antibes gilt als Geburtsort der Sommersaison an der Riviera. In den 1920er-Jahren, als diese Küste noch ein Winterkurort war, überredeten Gerald und Sara Murphy das Hôtel du Cap, auch im Sommer geöffnet zu bleiben. Ihr Freund F. Scott Fitzgerald verarbeitete diesen Kreis später in „Tender Is the Night“. Die Stadt wurde von Griechen als Antipolis gegründet und später zu einer französischen Grenzfestung, daher ihre Seemauern.